| Die
Eigenbluttherapie
Die
meisten Erkrankungen vermag der Organismus allein durch seine
Es
gehört zum Wesen des lebenden Organismus, daß er durch eine
Störungen
in einzelnen Lebensvorgängen werden durch eine Umstellung
Der
Gedanke, daß bei Heilungsvorgängen eines Individuums natürliche
Oftmals
wird die ärztliche Aufgabe nur unter dem Blickwinkel der
Also,
hat der Patient Kopfschmerzen, bekommt er ein Kopfschmerzmittel;
Bei
dieser symtomatischen Therapie wird nur allzuoft die Grundsituation
Die
Erkenntnis, daß der Organismus durchaus in der Lage ist, durch Akti-
Dabei
ist es kein Geringerer als Ferdinand Hoff, Direktor des Medi-
In
seinen gesamten Veröffentlichungen weist Hoff immer wieder auf die
Denn
daß überhaupt die Heilung einer Krankheit möglich ist,
so F. Hoff, Bei uns Erfahrungsheilkundler stand und steht die Anregung der patienteneigenen Selbstheilungskräfte schon immer an erster Stelle. Was
lag da näher, als sich Gedanken zu machen, ob Blut nicht ein ge-
Der
Gedanke, daß bei einer Krankheit natürliche Heilungsvorgänge
unab- Er
hatte beobachtet, dass Knochenbrüche wesentlich besser und kompli-
August
Bier ging bei der von ihm praktizierten Eigenblutbehandlung noch von der
Vorstellung aus, daß die nach der Eigenblutinjektion freige-
Bei
seinen Injektionen machte er sich die Arndt-Schulz'sche Regel zum
Grundsatz:
Ebenso
vertrat der Dermatologe Spiethoff die Meinung, daß durch
eine Eigenblutinjektion eine Reizwirkung ausgelöst und eine Art Desensibili-
Auch
andere Autoren wiesen darauf hin, daß nach intramuskulärer
In- Es
ist u.a. erwiesen, daß eine Eigenblutinjektion zu einer erkennbaren
Ver- Ferdinand
Hoff
bezeichnete die unspezifische Reiztherapie,
"Stoß ins vegetative System". Der Organismus beantwortet jeden Reiz, der auf die Regulationssysteme einwirkt mit einer allgemeinen vegetativen Reaktion. Je
nach Umfang und Einwirkung des Reizes kann der Körper mit einer
Durch
experimentelle Untersuchungen konnte F. Hoff die ablaufenden
Das zirkulierende Blut ist in erster Linie Transportmittel für zahlreiche Stoffe, wobei der Sauerstofftransport die fundamentalste Funktion darstellt. Daneben
ist das Blut für die Umverteilung von Nährstoffen, Elektrolyten,
Vitaminen sowie für die Ausscheidung von Kohlendioxyd, Stoffwechsel-
Gleichzeitig
enthält das menschliche Blut eine Vielzahl individueller körpereigener
Informationen über durchgemachte Erkrankungen,
Zur Erfüllung dieser vielfältigen Aufgaben darf das Blut seinen funktionellen Raum, das Gefäßsystem nicht verlassen. Gelangen
Blutbestandteile ausserhalb des Gefäßsystems, treten Abwehr-
Am
Ort der Injektion kommt es zu einer typischen Entzündungsreaktion
(Makrophagen, Leukozyten, Zytokine etc.) sowie einer Temperatur-
Das Blut wird zum Informationsträger für das Immunsystem mit der Folge, daß die Abwehrsituation optimiert wird. Durch die Eigenblutinjektion werden die therapeutischen Informationen einer erneuten Infektion über Gewebsrezeptoren und Zellmembranen aufgenommen. Dadurch ist es durchaus möglich, einen bestehenden chronischen Krankheitsprozeß in einen akuten Zustand zurückzuführen mit Zeichen einer vertretbaren und für den Kranken erträglichen Erstverschlimmerung. Aufgrund
dieser herbeigeführten Situation wird ein erneutes Aufleben der Abwehrkräfte
erreicht, mit dem Ziel, Heilungsprozesse einzuleiten.
Forscher
wie Weichardt begründeten das Fieber, den Anstieg der Leukozyten,
die Antikörperbildung usw. nach Eigenblutinjektion damit, daß
durch Aktivierung der Zellen Spaltprodukte im Organismus entstehen,
Lange
Zeit wurde die Frage diskutiert, ob die Eigenbluttherapie eine
Die
von den Medizinern Vorschütz und Löhr durchgeführten
Unter- Allgemeine Auswirkung der Eigenbluttherapie: Die
Eigenblutbehandlung übt eine sehr günstige Wirkung auf das Allgemeinbefinden
aus. Der Schlaf wird länger, tiefer, depressive Zustände werden gebessert. Diese Beobachtungen kann man insbesondere bei seelischen und körperlichen Mißempfindungen während des Klimakteriums machen. Interessant ist auch die Feststellung, daß durch die Behandlung, hauptsächlich bei den chronisch Kranken, der Gesundungswille und der Lebensmut gehoben wird. Auch die analgetische Wirksamkeit, vorwiegend bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises ist sehr eindrucksvoll. Bei Aktivierung des Eigenblutes mit dem Hämoaktivator nach Dr. med. Höveler ist die Schmerzreduzierung bei chronischen Schmerzzuständen besonders intensiv; aber auch die Ozontherapie sowie die Eigenbluttherapie mit Zusatz von aktiviertem Procain leistet hier gute Dienste. Hier können nach einer gewissen Behandlungszeit die stark wirkenden Analgetika erheblich reduziert bzw. die Verabfolgung oft ganz eingestellt werden. Eine
weitere Wirkung der Eigenblutbehandlung sieht man bei Erschöpfungszuständen.
Die oftmals damit verbundene Appetitlosigkeit,
Auffallend ist auch das Phänomen, daß Patienten, die über längeren Zeitraum mit Eigenblut behandelt wurden wesentlich besser auf Medikamente ansprechen. Das bedeutet, daß mit Nebenwirkungen verbundene Medikamente erheblich reduziert werden können und damit negative Auswirkungen starker allopathischer Pharmaca erst gar nicht zum Tragen kommen. Aber
auch bei Patienten welche unter einer Antibiotikatherapie stehen, empfiehlt
es sich zur Steigerung der Wirksamkeit des Antibiotikums, eine Eigenbluttherapie
parallel dazu durchzuführen; dabei werden auch die
Doch bei allen positiven Aspekten der Eigenblutbehandlung muß bedacht werden, daß diese Form der Behandlungsmethode auch ihre Grenzen hat. Bei
allen eindrucksvollen Ergebnissen darf die Eigenbluttherapie bei destruktiven
Endstadien nicht angewendet werden. Es käme zu einer retoxischen Phase im Sinne Reckewegs also eine Art Autointoxikation infolge einer Aktivierung von Toxinen (z.B.Sutoxine etc.) welche abgelagert im Mesenchym wieder rückverstoffwechselt würden. Auch
bei irreversiblen Schäden ist die Anwendung sinnlos
Indikationen
der Eigenblutbehandlung:
Schon
die eine geringe Menge Blut enthält eine Vielfalt an individuellen,
körpereigenen Informationen , welche zur Mobilisierung der Abwehrkräfte
notwendig sind. Während
ursprünglich das Blut nur im unveränderten Zustand, also
So gibt es :
Die Kinderärztin Frau Dr. Imhäuser , welche ein sehr empfehlenswertes Buch zum Thema, der homöopathischen Behandlung des Kindes geschrieben hat, arbeitet sehr viel mit diesem Verfahren. Nach dem Prinzip "Gleiches mit Gleichem" zu behandeln, sieht Imhäuser im menschlichen Blut eine Arznei, die bei entsprechender Potenzierung eine schnelle und sichere Heilung vollbringen kann. Nach Reckeweg enthält das Blut u.a. zahlreiche HOMOTOXINE die durch entsprechende Potenzierung ungiftig , jedoch therapeutisch hochaktiv werden und Heilreaktionen auslösen. Bei
diesem Verfahren wird das Patientenblut wie ein Arzneimittelgrund-
Weitere
interessante Varianten der Eigenblurbehandlung sind:
Das mit Sauerstoff angereicherte Blut wird dann umgehend intramuskulär apliziert.
Diese
Applikation empfiehlt sich als Kuranwendung von 12 Injektionen im Sinne
einer modifizierten Aslan-Kur mit all den dafür aufgeführten
Indikationen plus einer Aktivierung des Immunsystems.
Dosierung und Behandlungsintervalle der Eigenbluttherapie: Für
eine erfolgreiche Eigenblutbehandlung sind Dosierung und Intervall von
sehr weittragender Bedeutung. 1. Handelt es sich um eine akute oder chronische Erkrankung? 2. Wie ist die konstitutionelle Veranlagung des Patienten ? 3.
Wie entwickelt sich die Reaktionslage des Patienten während der
Grundsätzlich kann man bei der Injektion von Eigenblut davon ausgehen, daß nur kleine Mengen Blut notwendig sind, um dem Organismus die erforderliche Information zu übermitteln und den biologischen Reiz auszulösen. Die
Praxis zeigt immer wieder, daß 0,5 bis 3,0 ml Blut zur
Für die Behandlungsintervalle gilt die Regel:
Je akuter der Zustand - desto öfter,
sollen die Eigenblutbehandlungen erfolgen. Die
Intervalle, so schreibt Haferkamp, bilden einen integrierenden
Bestandteil der Therapie. Hier werden wöchentlich zunächst zwei, später eine und auf längere Sicht betrachtet, 14 -tägig oder dreiwöchentlich je eine Injektion verabfolgt. So
sollten die Intervalle der Eigenbluttherapie individuell durchgeführt
Information für den Patienten: Es ist durchaus möglich, daß nach einer Verabreichung von Eigenblut ein leichtes Fieber auftreten kann was ein gutes Zeichen ist , da es zeigt, daß der Körper reagiert. Nach etwa 2 bis 3 Stunden klinkt das Fieber wieder ab. Auch
kann es durchaus vorkommen, daß sich der Patient einige Tage müde
und schlapp fühlt und ein verstärktes Krankheitsgefühl
bzw. Schlaf- Kontakt: gesund@t-online.de |