| Das
Schröpfen
Die
Schröpfbehandlung ist Jahrtausende alt, älter als Aderlaß
und Blutegelbehandlung. Sie war in den verschiedensten Formen bei Naturvölkern
und in den alten Kulturen Mesopotamiens, Südamerikas und Indiens gebräuchlich
und hat auch in der europäischen Medizin eine große Rolle gespielt.
Aber auch in der traditionell chinesischen Medizin spielt das Schröpfen eine größere Rolle als die Akupunktur ! Durch
die mißbräuchliche Anwendung im Mittelalter ist die Methode
in Verruf geraten und wurde aus der Allgemeinmedizin verdrängt.
Lange
bevor die Medizin Kenntnisse bezüglich der kutiviszeralen
Bei dieser Therapie ist der Ort der Diagnostik auch immer der Ort der Therapie. Dieser Ort ist im wesentlichen die Haut und das Unterhautgewebe der segmentalen Gliederung des Rückens. Die
Kunst des Schröpfens beginnt mit der Begutachtung des Patientenrückens
wobei ein geübte Tastsinn nach myogelotischen Veränderungen
(knotenartige Ablagerungen) der Rückenmuskulatur, sulzigen Erhebungen,
Schwellungen oder schlecht durchbluteten Reflexzonen fahndet.
Beim
trockenen Schröpfen wird eine Glasglocke mit Unterdruck an
der entsprechenden Reflexzone aufgesetzt bzw. festgesaugt. Die dabei entstehende
Saugwirkung verursacht mikroskopisch feine Blutaustritte ins Gewebe und
bewirkt eine Kräftigung bzw.Tonisierung in Zuständen der Leere
bzw. des Energiemangels.
Vereinfacht kann man sagen, daß dort wo ein Zuviel ist, etwas weggenommen wird und dort wo ein Zuwenig, etwas aufgefüllt wird. Indikationen
dieser beiden Schröpfverfahren:
Als
eine etwas verwandte Methode ist noch die Schröpfkopfmassage
zu erwähnen, wobei der mit einem Gleitmittel eingeriebene Patientenrücken
mit einem angesaugten Schröpfkopf unter Beibehaltung der Saugwirkung
massiert wird.
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